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An den Orten, die ein Stadtplan zeigt, gibt es jede Menge Geschichten. Man hat sie geglaubt, zumindest ein bißchen - nur sicherheitshalber - und weitererzählt: Sagen berichten von unheimlichen Winkeln, wo der Teufel sein Unwesen treibt, von Häusern, in denen Schreckliches geschah, von Menschen, die lang nach ihrem Tod noch keine Ruhe finden. Aber auch von Narren, die einer ganzen Stadt eine lange Nase drehen, und Raubrittern, die erst rauben und dann ritterlich sind.............

.....der städtische Beauftragte ging auf die Köchin zu und packte sie drohend am Kragen. "Dieser Löffel ist des Teufels", sprach er und warf ihn durch das offene Fenster in den Fluß. "OOH", machte die Köchin; die Augen traten ihr aus den Höhlen, sie lief puterrot an. "Der Löffel des Teufels? Ich auch!",und sprang hinterher. Seit diesem Tag hat sie niemand mehr lebend gesehen.
Seit dieser Nacht war aber im Spital keine Ruhe mehr. Pünktlich um Mitternacht begannen die Teller und Töpfe in der Küche zu klirren und zu scheppern, die Treppen knarrten, die Dielen ächzten, bis die Tür zu einem Schlafsaal aufgerissen wurde und die Stimme der Köchin schrie.......

(Nürnberger Sage aus dem 14.Jahrhundert)

  Derzeit im Programm:

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© Martin Ellrodt * Impressum